Jama Masjid Moschee (Delhi)
Jama Masjid Moschee (Delhi)

Agra und Delhi

Wir steuerten die letzten Stationen unserer Reise an. Von Karauli nach Agra benötigten wir fast 7 Stunden, so dass wir hier erst am späten Nachmittag ankamen. Bei der Ankunft in unserem Hotel ging es drunter und drüber. Eigentlich war für einen Teil der Gruppe vereinbart, bereits 3km vor dem Hotel in der Nähe vom Taj auszusteigen. Als wir bereits das Hotel in Sichtweite hatten, lohnte ein vorzeitiger Ausstieg nicht mehr, und wir checkten erst mal kurz ein. Albert wollte mit dem RL zum Einkaufen in Richtung Stadt, Angelika, Jürgen, Alexander, Dimitri, Nicole und ich machten uns kurzerhand auf den Weg zum Taj Mahal. Oben angekommen, war unser RL auf einmal hinter uns, und Albert auf Besichtigung im Taj. Beide waren mit dem TUK TUK  hierher gekommen. Jürgen, Angelika und ich gingen ins Taj Mahal, unser RL hatte uns schnell ein paar Karten besorgt, da man diese bereits erheblich vor  dem Eingang hätte kaufen müssen, was wir aber nicht wussten. So passierten wir am Eingang die Sicherheitsschleusen, da einige Utensilien  nicht mit auf das Gelände gebracht werden dürfen. Keine Getränke, kein Essen oder diverse Gegenstände. Dann noch eine genaue Leibesvisitation und wir konnten durch den Vorhof über das Haupttor zum Taj Mahal gelangen. Ein wahrlich traumhafter Blick ließ mich inne halten.

Krone der Paläste - Das Taj Mahal
Krone der Paläste - Das Taj Mahal

Die Sonne hatte das Taj Mahal bereits in ein leichtes Rot eingetaucht. Trübe war die Sicht, der Himmel dunkelblau und die Luft wunderbar warm (ca 30°C), und gerade das alles gab dem Ganzen diesen besonderen Moment. Obwohl tausende von Menschen aller Nationen zu diesem Zeitpunkt diesen Ort besuchten, hatte ich das Gefühl mit Angelika als einzigster hier zu sein. Es war für mich dieser Moment, an dem Zeit stillstand. Es ist dieses Meisterwerk, was ich schon tausendfach gesehen hatte, aber noch nie in dieser originalen Schönheit. Wir begaben uns zum Taj, wo bereits tausende von Schuhe standen. Meine hier einfach auszuziehen und diese später auch wieder zu finden, ließ mir schon Sorgenfalten auf die Stirn kommen. Angelika machte mir aber Mut und so begaben wir uns in die Schlange von Menschenmassen auf dem Weg zum Mausoleum. Zwischendurch machten wir immer wieder Fotos, und scherten aus der Menschenkette aus. Schließlich reichte diese zweimal um den ganzen Komplex. Aber ich genoss trotzdem jede Sekunde, verschaffte mir diese Menschenmasse doch mehr Zeit diese Momente aufzusaugen und einzufangen.

Als wir das Mausoleum endlich erreichten, war es bereits stockdunkel. Es war für mich der schönste Tag dieser Reise, hatte sich doch mein Traum im beisein eines lieben Partners an meiner Seite so wunderbar erfüllt. Übrigens, meine Schuhe fanden wir wieder. Draußen warteten bereits Nicole, Jürgen, Alexander und Dimitri gedultig auf uns. Wir gingen der Gasse vor dem Eingang des Taj Mahal nach links der Anhöhe hinauf, da sich hier die Restaurants befanden. Im Taj Café (empfohlen vom Lonely Planet) eines der besten Restaurants für Reisende mit nicht so prall gefüllter Reisekasse im Viertel Taj Ganj fanden wir nicht nur gutes Essen, einen herrlichen Ausblick sondern auch den perfekten Abschluss dieses gelungenen Tages. Den Heimweg traten wir zu Fuß an. Aus einer angedachten Abkürzung wurde ein abenteuerlicher Abendpaziergang in Straßen, wo sich wohl selten ein Touri verirrt, besonders nicht am späten Abend. Wie auch immer, wir fanden schließlich zu später Stunde und manch falschem Pfad doch noch zum Hotel zurück. Am nächsten Morgen wartete bereits das Abenteuer Taj Mahal II auf uns.