Malaysia 2011

Reisebericht Malaysia 2011


Kuala Lumpur 

Aus unserer Ägyptenreise wurde aufgrund einer kurzfristigen Änderung des Kreuzfahrtschiffs auf dem Nassersee, dieses Jahr leider nichts.

Was tun? Im Internet trafen wir aus Zufall auf einen Reiseanbieter für Malaysiareisen. Dies begeisterte uns so sehr, dass für uns feststand, dieses Jahr geht`s auf eine Rundreise durch Malaysia. Und ich kann sagen, es war die richtige Entscheidung!Heute ging’s also los. Auf nach Malaysia. Warum auch immer, hielt sich meine Freude doch irgendwie in Grenzen. Aber das ist bei mir oft so. Kurz vor Abflug entweicht die Vorfreude und ich frag mich, ob es wirklich die richtige Entscheidung war, gerade diese Reise geplant zu haben.

In der Ankunfsthalle wartete schon unser Empfang. Hatte ich Ihn doch völlig übersehen. Der Name auf dem Schild war halt auch nur so ähnlich wie der meine.

Irgendwie lustig geschrieben, aber der nette Mann wartete tatsächlich auf uns.

Er brachte uns und einige andere Neuankömmlinge zum Privattaxi und ab gings zu unserem Swiss Inn Hotel in KL Chinatown. Hört sich nach nichts besonderen an, aber weit gefehlt. Erstmal war die Anfahrt nach Chinatown mit über 1 Stunde und immerhin 70 km ziemlich lang, aber da der Fahrer das Hotel nicht fand fuhren wir immer wieder an den gleichen Stellen vorbei. Nach ca 1,5 Stunden hielt er mit seinem Taxi auf einem eigenartigen Hinterhofparkplatz. Wie wir später feststellten, war es der Hinterhof am Morgenmarkt.

Wir packten unsere Taschen (zum Glück hatten wir nur wenige Kilos eingepackt), und liefen dem Fahrer im Eiltempo hinterher. Der hatte es nun auf einmal eilig, als hätte Ihn eine Malariamücke gestochen. Dem war wohl auch die Anfahrt ein wenig aus dem Zeitruder gelaufen. Es ging durch Treppenhäuser, Geschäfte und Marktstände im Eiltempo durch, dass ich völlig die Orientierung verlor.

Erst zweifelte ich, ob er überhaupt weis, wo dass Hotel ist, aber irgendwie gelang es ihm, und damit auch uns wenns auch schwierig war, ihm zu folgen und unser Hotel an seinem hinteren Eingang zu erreichen. Wow war das eine Anreise. Chaotisch mit System! Der Fahrer meinte im Nachhinein, er hätte nicht vor dem Hotel parken können, da bereits die Nachtmarktstände aufgebaut würden. War natürlich Nonsens, aber wir waren glücklich nun doch endlich angekommen zu sein.

Im Hotel mussten wir, wie in Malaysia üblich, an der Rezeption beim Einchecken noch ein sogenanntes "deposit" bezahlen. Hier im Swiss Inn 50 RIM. In Penang, im Taman Negara und den Cameron Highlands waren 100 bis 200 RIM zu berappen. Es gab immer eine Quittung und das Geld beim auschecken zurück.

Neben dem wirklich zu empfehlenden Stefan Loose Reiseführer Malaysia hatte ich unsere Erkundungstouren zusätzlich an einem interessanten Urlaubsbericht eines anderen User angelehnt, um zumindesten erstmal einen geeigneten Einstieg in diese tolle Stadt zu finden.

So machten wir uns schließlich auf den Weg zum Menara Kuala Lumpur Fernsehturm. Diesen konnten wir aus unserem Hotelfenster bereits sehen und hatten somit erst einmal die Richtung, zum zweiten diente er dazu, uns eine Übersicht über die Stadt zu geben. Es tat im übrigen nach der langen Anfahrt gut, mal ein wenig in der warmen Luft spazieren zu gehen. Den auf einer Anhöhe gelegener Fernsehturm immer in Sichtweite erreichten wir schließlich nach einiger Zeit Den Rest des Weges haben wir uns am Fuß des Turms von einem kostenlosen Shuttelservice hinauf bringen lassen. Dieser Service steht jedem Besucher zur Verfügung und so erreicht man in kurzer Zeit den Eingang des Fernsehrturm, der Eintritt ist allerdings nicht kostenlos. Der Menara Kuala Lumpur ist mit 421 Metern der höchste Fernsehturm Malaysias und der siebthöchste der Welt. Er steht auf dem ca. 90 Meter hohen Bukit Nanas (deutsch: Ananashügel) in der malaysischen Hauptstadt und ermöglicht somit den Blick von oben seitlich auf die Petronas Twin Towers.

Die. Fahrt auf den Fernsehturm betrug 45 Ringit. Zusätzlich konnte man zwischen, Rennwagensimulator, Ponyreiten für Kinder oder eingeschllossenen Eintritt in den kleinen angrenzenden Zoo, dessen einzelner Eintritt bei 15 Ringit lag, auswählen. Wir entschieden uns für den Zoobesuch. Zuerst mal aber ab nach oben. Schließlich war es zwar noch hell, aber der Abend stand kurz bevor. Nachdem man mit dem Aufzug oben an der Aussichtsplattform angekommen ist, bekamen wir Kopfhörer mit einem in Deutscher Sprache eingestellten Tonband umgehangen, der einem in einem 360° Rundgang über Kopfhörer alles über KL erklärte. Ich war viel zu aufgeregt und schoß mit Tanja lieber Fotos, als dem Tonband und damit der Erklärung zu folgen. Gabi aber ging Punkt für Punkt durch und hatte somit mehr Ahnung über KL wie ich, der den Reiseführer bereits in Deutschland ausgiebig studiert hatte. Es war ein grandioser Ausblick über KL und den Twin Towers. Zudem macht es super Spaß auf der Plattform. Es wurde nun langsam dunkel, und die Twin Towers einschließlich der Stadt leuchteten in rötlich schimmernden Abendlicht. Das Lichtermeer erstrahlte langsam nach und nach, einschl. unserer TWIN Towers. Wir schossen noch ein paar Fotos, schlenderten noch ein wenig auf dem Rundgng und durch die kleinen Läden, um anschließend wieder nach unten zu fahren.

Wir freuten uns tierisch, denn als wir unten angekommen sind, stellten wir fest dass wir über freies WLAN erstmal einige Nachrichten verschicken konnten.

Da es mittlerweile ein kleines Gewitter gegeben hatte, zogen wir es vor, in Ruhe den kleinen Zoo zu besuchen. Nur wo war er? Kurz an der Info nachgefragt, und siehe da, links beim Toreingang befindet sich dieser kleine, mit Schlangen, Spinnen, Reptilien und Affen ausgestattete Zoo. Ein wenig leid taten uns die Tiere, besonders die großen Schlangen in ihren kleinen Käfigen, aber interessant war es doch. Und da ich Schlangen sehr liebe, waren wir trotzdem nicht unglücklich über den Besuch des Zoos. Es waren schließlich sehr viele schöne Tiere zu sehen.

Als der Regen nachließ, beschlossen wir den Rückweg anzutreten. Und so nutzten wir den Shuttle-Service, der uns wieder an dem Fuße des Hügel brachte, wo wir anschließend zu Fuss den Heimweg starteten. Ein wenig Hunger stellte sich auch langsam ein.

Es war ein wunderschöner Abend, dem wir an einem kleinen Essenstand in Chinatown beim Essen ausklingen ließen. Es war ein kleines Straßenrestaurant, wo gepflegt auf kleinen roten Plastikstühlen vor allem Einheimische und Studenten essen gingen. Gutes, frisch zubereitetes Essen für wenige Geld. Softdrinks für 2 RIN, Essen für 5-8 RIN. Es war bereits ein fortgeschrittener Abend, und natürlich herrlich warm. Trubel um uns herum und doch gemütlich.

Anschließend machten wir uns nach dem Essen auf in unser Hotel, denn die Müdigkeit raffte uns nun allmählich sanft dahin. Tat das gut, ein richtiges Bett und ein wunderbarer Tag im Herzen.

Wir waren angekommen!

 

Mit dem Boot in den bekanntesten Nationalpark Malaysias, den Taman Negara.

 

Im Taman Negara Nationalpark

 

 

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