Taman Negara Nationalpark

Bootstrip in den Taman Negara Nationalpark

Die bewaldeten Ufer von Kuala Tembeling
Die bewaldeten Ufer von Kuala Tembeling

Heute ging unsere Reise weiter in den Taman Negara Nationalpark. Eigentlich sollten wir pünktlich um 8:30 vom Hotel abgeholt werden, aber irgendwie wurden zwar alle Gäste die ausgecheckt hatten, abgeholt oder verließen das Hotel planmäßig, nur wir saßen auf gepackten Koffern wie bestellt und nicht abgeholt. Der Hotelpage kümmerte sich liebevoll um uns und ließ an der Reception mehrmals bei der örtlichen Reiseleitung nachfragen, wo unser Bus blieb, als es dann eine dreiviertel Stunde später soweit war.
Als wir Kuala Lumpur verließen, weinte der Himmel und so waren heilfroh, die letzten zwei Tage hier im Sonnenschein verbracht zu haben.
Auf dem Weg in den Taman Negara wurde das Wetter dann aber immer besser. Die Sonne ließ sich wieder blicken und so kamen wir schließlich nach einigen Stunden fahrt endlich in Jerantut an.
Hier erledigten wir erstmal alle Formalitäten, zahlten unsere 3 RIN pro Fotoapperat fürs Fotografieren und besorgten uns noch eine Taschenlampe für Tanja in einem kleinen Geschäft.
Schließlich mussten wir noch gut eine Stunde auf unsere Weiterfahrt mit dem Boot in Kuala Tembeling Jetty warten, und so blieb eben genug Zeit noch ein wenig zu shoppen. In Kuala Tembeling angenkommen, lag nun eine 3 stündige Bootsfahrt nach Kuala Tahan vor uns. Es war wirklich ein würdiger Weg um in den Taman Negara Nationalpark zu gelangen und kann nur empfohlen werden. Allerdings ein wenig Sitzfleich gehört schon dazu, da in den Holzbooten entsprechend gepolsterte Sitze nicht vorhanden sind. In Kuala Tahan angekommen, mussten wir ein weiteres mal unsere Papiere vorzeigen und angeben, ob wir noch am selben Abend die Nachtwanderung unternehmen wollten, oder erst am darauffolgenden Tag. Wir mussten anschließend unsere Taschen nochmals in ein Wassertaxi umladen, um ans andere Ufer in das Mutiara Taman Negara Resort zu gelangen.
Warum wir nicht gleich drüben angelegt haben und die Formalitäten dort erledigen konnten, bleibt wohl für immer das Geheimnis des NKS ground operator. Etwas umständlich das ganze Procedere. Schließlich hatten wir ja in Jerantut schonmal alle Formalitäten erledigt.
Das Mutiara Taman Negara Resort ist eine recht schöne Anlage etwas Oberhalb des Flusses. Obwohl man die Koffer und Taschen mit einem Lastenaufzug nach oben befördern kann, bevorzugten wir jedoch die etwas unkonventionelle Art. Wir trugen unsere Taschen bis nach oben. Zum Glück hatte jeder nur um die 12 kg eingepackt, allerdings war das schwerer als erwartet. Die Stufen gingen wirklich steil nach oben.
Außer Puste an der Rezeption angekommen, mussten wir unsere 200 RIN deposit hinterlegen, da ich kein Interesse hatte, für diesen Unsinn meine Kreditkarte in fremde Hände zu geben. Adresskarte ausgefüllt, Schlüssel genommen und ab ging in unser Chalet. Dies lag am hinteren Ende der Anlage an wunderschöner Stelle. Bevor wir es erreichten, mussten wir den überaus aktiven Affen und Wildschweinen am Wegesrand ausweichen. Das Chalet erwies sich als zu unserer Freude als recht groß, vorallem das Bad war sehr schon und die Dusche nach diesem Tag herrlich. Es ist etwas hellhörig aber äußerst sauber. Hinweisschilder wiesen darauf hin, nicht mit Schuhen das Chalet zu betreten. Verständlich, wenn man sich dieses schöne Holzhaus so ansieht, und ebenso angenehm, ohne Schuhwerk hier zu laufen. Keine Splitter oder irgendetwas, was störend wirkte. Wir waren auch heute mit der Auswahl unserer Unterkunft äußerst zu frieden.
Den Abschluss dieses Tages bildete das Abendessen auf einem der schwimmenden Bootsrestaurants am gegenüberliegenden Flussufer. Am Steg angekommen, sah uns auch schon ein Wassertaxi, nahm uns auf und brachte uns auf die andere Seite des Flusses. Hier angekommen erreichte uns ein herrlicher Duft von gegrillten Fleischspießen, der den Hunger noch verstärkte. Noch war es hell, da wir recht früh dran waren, und alle Restaurants waren noch recht leer. Aber um so mehr die Dämmerung anbrach, umso voller wurden die Boote. Die Lichter wurden angeschaltet und die Abenddämmerung legte sich über den Fluss. Untriebig legten immer wieder die Wassertaxis an, brachten neue hungrige Gäste und es legte sich eine Romantik über diesen Augenblick, den man einfangen und niemals hergeben möchte. So verging die Zeit viel zu schnell. Das Essen war gut und günstig und so gestärkt erfasste uns die Müdigkeit, die uns keine Wahl ließ. Ein Wassertaxi brachte uns wieder ans Ufer des Resorts, von wo wir gemütlich den Weg zurück ins Resort in unser Chalet gingen und fielen anschließend zu Bett. Ein wunderschöner Tag nahm Abschied, mit der Gewissheit, dass ein neuer, ereignisreicher Tag bereits auf uns wartete.

 

Taman Negara Nationalpark

Dschungel und den Canopy Walk begehen und erleben

Taman Negara Nationalpark  - Malaysia
Taman Negara Nationalpark - Malaysia

Ein neuer Tag erwacht. Die Sonne hatte wieder einen herrlichen Tag für uns ausgebreitet. Heute haben wir den Canopy Walkway und eine Wanderung auf dem Programm. Der Canopy Walkway ist ein Weg der über Hängebrücken in Höhe der Baumkronen des Taman Negara Regenwald führt. Mehrere Teilstücke sind zu gehen, wobei an mehreren Bäumen kleine Plattformen rund um den Stamm errichtet wurden, um sich auszuruhen oder einen Moment inne zu halten. Im malaiischen Regenwald soll es um die 3000 verschiedene Baumarten geben. Und da am Boden nur wenig Licht durch die Baumwipfel dringt, spielt sich das Leben größtenteils hier oben in den Bäumen ab. Dies kann man auf dem Canopy Walkway in wundervoller Art erleben.
Es ist ein besonderes und bleibendes Erlebnis die einzigartige Natur aus diesem Blickwinkel zu betrachten. Nach diesem Abenteuer unternahmen wir eine kurze Wanderung durch den Urwald auf den Teresik Hill mit herrlichen Ausblick über den Regenwald. Um diesen allerdings richtig zu entdecken, müsste man schon eine ausgiebigere mehrtägige Trekkingtour unternehmen, aber unser straffer Zeitplan sollte auch einige Ruhephasen beinhalten, ließ dafür somit dafür leider keine Zeit.

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