Schwedagon-Pagoda (Myanmar)
Schwedagon-Pagoda (Myanmar)

Über vier überdachte Zugänge gelangt man über lange Zuwege oder am Haupteingang über einen Fahrstuhl zur Shwedagon Pagode hinauf. Die Stupa steht auf einem achteckigen Marmor-Fundament mit einem Umfang von über 400 m, einer heutigen Höhe von ca. 100 m und sie wird von über 60 kleinen weiteren Stupas umgeben. Auf der Spitze der Shwedagon Pagode soll ein das Nirwana darstellender 76 Karat schwerer Diamant angebracht sein. Gläubigen gehen zu Statuen welche zu ihrem Wochentag an dem sie geboren sind gehören und schlagen als dann eine Glocke, zünden dazu Raucherstäbchen an und schütten über die Statuen dann so viele Wasserbecher wie sie Lebensjahre alt sind, damit Ihre Hoffnung Glück zu bekommen in Erfüllung geht. Dazu gesellt sich das Bild der buddhistischen Mönche, welche sich vor dem goldenen Glanz der Stupas und in den Altarbereichen aufhalten und damit dem Besucher vollends in ihren Bann ziehen. Mit diesen wunderbaren Eindrücken endete der erste Tag meines Abenteuer Myanmar.

Der Goldene Felsen von Kyaiktiyo

Weiter ging es nach Kyaiktiyo zum Goldenen Felsen. Auf umgebauten Lastwagen wurden wir zum Basiscamp gefahren. Die LKW Ladefläche bestand aus ca. 8-10 Sitzreihen, hier waren die ersten vier Sitzreihen für uns alle 16 Personen reserviert, womit eine gewisse Enge daher nicht zu verleugnen war. Nach einer ca. 45 minütigen Serpentinenfahrt musste der Rest des Weges zum goldenen Felsen zu Fuß beschritten werden. Ein Glück, endlich ein wenig laufen. Die Gruppe teilte sich auf und jeder ging seines Weges je nach Kondition und Ausdauer. Es gab auch die Möglichkeit, sich von 4 Trägern in einer Art

Goldener Felsen
Goldener Felsen

Sänfte den Berg hinauf tragen zu lassen. Das war natürlich für mich völlig abwegig, ebenso wie der „short way” auf der Hälfte des Weges. Wenn schon den Goldenen Felsen erklimmen, dann auf dem ganzen Weg! Mittlerweile hatte ich auch mitbekommen, dass wir heute hier ja nicht mehr in unser Hotel zurück kehren, sondern in einem Hotel am Goldenen Felsen übernachten. Toll, hatte ich nichts weiter mit als meine Standardausrüstung und da das Hotel nach Aussage von WI nicht unseren hygienischen Erwartungen entsprechen könnte, sollten wir ja auch Bettzeug mitnehmen. Zum Glück war dies nicht der Fall, alles war sauber und ordentlich so brauchte ich nur ein sauberes T-Shirt und das bekam ich beim seitlichen Zugang zum Goldenen Felsen an den dortigen Verkaufsständen für 2000 Kyat oder umgerechnet 2 Euro. Da im Hotel Zahnbürste und Zahncreme zur Verfügung stand, wie überall in den Hotels in Myanmar, war meine Unachtsamkeit ohne unsaubere Folgen. Zu erwähnen wäre jedoch das dass Frühstück etwas sehr blass war. Ein Art Überlebensfrühstück in einem nicht "sehr geschmackvollen" Frühstückssaal, der auch nicht wirklich zum längeren verweilen einlud.

Bago

Dafür war es am Goldenen Felsen umso erlebnisreicher. Wie am Vortag auf der Shwedagon Pagode, so verweilten wir an diesem heiligen Ort vom späten Nachmittag bis Sonnenuntergang. Unsinnig zu erwähnen, dass auch hier auf dem ganzen Gelände das Tragen von Schuhen oder Strümpfen untersagt ist, was mir am nächsten Morgen doch einige kalte Füße bescherte, obwohl die Luft eigentlich angenehm warm war. Es war ein wunderschöner Morgen. Die Morgengebete der Gläubigen und Mönche zum Sonnenaufgang, der herrliche Blick zum Felsen und hinüber nach Thailand erfüllten den Platz mit einer besonderen Atmosphäre. Hier wie auch an der Shwedagon Pagode kommt man schnell mit den Menschen und Mönchen ins Gespräch. Frauen übrigens dürfen die Plattform um den Goldenen Felsen nicht betreten und auch den Felsen selbst nicht berühren, sie gelten im Buddhismus als unrein, was natürlich nicht gerade für freudige Gefühlsausbrüche der weiblichen Mitreisenden führte.

Am Morgen ging es dann wieder zurück zum Basiscamp und von dort weiter mit dem Bus nach Bago mit Besichtigung der Shwethalyaung-Pagode und des liegenden Shwethalyaung-Buddhas. Er ist einer der größten liegende Buddhas der Welt und wirklich mehr als beeindruckend. Die Shwethalyaung-Pagode und der Shwethalyaung-Buddha wird meist von Reisenden auf dem Weg von Yangon zum goldenen Felsen als Zwischenstopp genutzt. Zum Zeitpunkt unserer Besichtigung war die Pagode recht wenig besucht, so dass wir dieses schöne Heiligtum in besonderer Ruhe an diesem herrlich warmen Tag auf uns einwirken lassen konnten.

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