So kam der Tag der eigentlich schon den vorgezogenen kleinen Abschied unserer Reise zeichnete. Unser Flug von Bagan nach Thandwe zum Ngpali-Strand stand an. Wir verabschiedeten uns von Phyu Phyu ohne zu wissen das wir uns am Ende doch noch einmal sehen sollten. Um es kurz zu machen, ich hatte anfänglich bedenken wie ich diese 3 Tage ohne eine Beschäftigung überleben sollte, aber der nur von wenig Touristen besuchte 7km lange Strand, das Hotel und die Jungs und Mädels der Gruppe ließen dafür keinen Platz. Die Zeit an diesem unvergleichlich schönen Teil des Landes verging in dem von sonnen durchflutenden Paradies wie im Flug. Hotel mit kostenfreiem WLAN, herrliches Frühstück unter blauem Himmel, Abendessen am Strand bei den Fischern, ein kleiner Drink zum Sunset und ein kühles Myanmar Bier am Abend am Strand, was für ein Leben!

Bild 1 – 10 Ngpali - ein Traum von Strand und Hotel -

Der Rückflugtag vom Ngpali zurück nach Yangon, wo alles vor 3 Wochen begann, hatte eine Überraschung besonderer Art parat. Am Flughafen begrüßte uns ma Phyu Phyu herzlichst und führte uns anschließend nach dem Einsammeln der Koffer, welche einen anderen Fug unternommen hatten, noch über den Scott Markt. Währen die anderen Teilnehmer so noch letzte Mitbringsel einsammelten, schaute ich mich außerhalb des Markt auf der Geschäftsstraße bei den Essensständen um. Und wen erblickte ich? Es war Phyu Phyu, die mich spontan zum Essen einlud. Man was liebe ich diese Augenblicke, am Straßenrand ein herrlich einfaches und doch so schmackhaftes einheimisches Essen auf kleinen bunten Kinderplastikstühlen zu sich nehmen, die Gerüche der Garküche aufzusaugen und dem Treiben der Menschen um mich herum zu beobachten. Ein wahrlich göttliches Geschenk, das ich in diesem Augenblick nicht missen möchte. Wir ließen am Abend diese bezaubernde Reise beim gemeinsamen Abendessen in gemütlicher Runde ausklingen. Dazu hatten einige aus der Gruppe in einem naheliegende Restaurant einen Tisch im Freien reserviert, so dass wir auch noch den letzten Abend diese herrlich warme Luft genießen konnten und nicht in einem kühlschrankmäßig herunter gekühlten Essensraum diese schöne, wertvolle Zeit verbringen mussten.

An diesem Abend hatte ich zwiespältige Gefühle, das Ende dieser Reise die doch eigentlich gerade erst begonnen hatte im Blick, zum einen dieses wunderbare Land wieder zu verlassen, zum anderen endlich wieder nach Hause zu kommen. Wie immer ist dieser Zwiespalt am Ende einer Reise sehr ausgeprägt, steht man doch am Ende eines Weges den man monatelang herbeigesehnt hat und den die Zeit so wunderbar ausgeschmückt hat, wie man ihn sich nur im Geheimen erträumt. Mir bleibt nur die Erinnerung, die Fotos und Gedanken an eine unvergessene Zeit in Myanmar und deshalb möchte ich sagen: Chezu ba

 

Karaweik-Schiff Yangon

_____________________________________________________________________________

Es werden sich jetzt einige Fragen, warum ich gerade diese Reise als „auf dem Weg nach Mandalay“ beschrieben habe, so möchte ich antworten, mir war immer das Lied von Robbie Wiliams "The Road To Mandalay" im Sinn. Ich hatte zu jederzeit diesen Refrain im Ohr, als ich dieses herrliche Land bereiste. Vielleicht macht Ihr es doch auch mal so, hört euer Lied, nehmt euch Zeit, schließt die Augen und träumt noch einmal den wunderbaren, atemraubenden Traum der Reise nach Myanmar.  

Zum Schluss möchte ich noch Danke sagen an meine liebe Frau, den netten Reiseteilnehmern, an World Insight in 50999 Köln für die abwechslungsreiche und interessante Tour und natürlich unserer liebenswerten Reiseleiterin ma Phyu Phyu. Und nicht vergessen möchte ich noch, an die Menschen zu gedenken, die beim Erdbeben in dieser Zeit ihr Leben gelassen haben.    Winni

weiter zur vorherigen Seite:                                                                  zurück zum Anfang: